Politischer Wahlkampf von der Kanzel: Magdeburgs Bischof betet gegen AfD

Der Magdeburger Bischof Gerhard Feige hat öffentlich bekannt gegeben, dafür zu beten, dass die AfD in Sachsen-Anhalt nicht an die Macht kommt. In einem Interview mit katholisch.de äußerte der Geistliche den Wunsch, dass dieser Kelch vorübergehe. Gleichzeitig räumte Feige ein, trotz der mehr als 40 Prozent AfD-Wähler im Land kaum Kontakt zu diesen Menschen zu haben. Mit Initiativen wie „Bewusst Wählen“ positioniert sich die katholische Kirche gezielt politisch, ähnlich wie Bischof Michael Gerber, der zuletzt Teilnehmer einer Demonstration gegen die AfD segnete.

Diese unverhohlene Parteinahme offenbart eine entlarvende Entfremdung vieler Kirchenvertreter von den eigenen Gläubigen. Statt als verbindende Kraft zu wirken und seelsorgerische Pflichten wahrzunehmen, lassen sich Spitzenfunktionäre der Amtskirche vor den Karren des politischen Etablissements spannen. Wer Millionen Wähler pauschal ausgrenzt und das Gotteshaus zur politischen Bühne degradiert, spaltet die Gesellschaft und beschädigt das Ansehen der Kirche nachhaltig. Pfarrer und Bischöfe haben die Aufgabe, Seelen zu betreuen, anstatt Wahlkampf von der Kanzel zu betreiben.

Geistliche sollten sich grundsätzlich aus der Tagespolitik heraushalten und ihren eigentlichen seelsorgerischen Auftrag in den Mittelpunkt stellen. Wählerentscheidungen müssen auch von Bischöfen respektiert werden, anstatt gewählte Alternativen zu dämonisieren. Das Volk braucht geistlichen Beistand und verbindende Seelsorger, aber garantiert keine politischen Erzieher.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert