
+++Pressemitteilung+++
Das sächsische Kultusministerium hat im Sommer ein Arbeitspapier zur Teilschulnetzplanung an Sachsens Berufsschulen veröffentlicht. Darin ist vorgesehen, dass die Gymnasialklassen am Beruflichen Schulzentrum (BSZ) in Riesa perspektivisch ab dem Schuljahr 2027/28 wegfallen sollen. Als Ersatzstandort ist Meißen vorgesehen. Am 24.09.2026 hat der Kreistag Meißen die fraktionsübergreifende Resolution „Berufliches Gymnasium am Beruflichen Schulzentrum für Technik und Wirtschaft Riesa erhalten“ mit Stimmen der AfD verabschiedet. Ebenfalls haben rund 3.000 Menschen eine Petition zum Erhalt des Standortes mitgezeichnet.
Carsten Hütter, direkt gewählter AfD-Landtagsabgeordneter im Wahlkreis Meißen 1/Riesa, erklärt dazu:
„Die Diskussion um das berufliche Gymnasium in Riesa darf nicht nach Aktenlage im CDU-geführten Dresdner ‚Elfenbeinturm‘ entschieden werden, ohne die tatsächliche Situation vor Ort zu berücksichtigen.
Bereits die Zahlen des Kultusministeriums werfen erhebliche Fragen auf. Das BSZ Riesa zählt knapp 1.000 Schülerinnen und Schüler. Im beruflichen Gymnasium lernen aktuell 127 junge Menschen in den Fachrichtungen Technik und Wirtschaft. Der vorgesehene Ersatzstandort Meißen kommt in diesen beiden Fachrichtungen auf 133 Schüler – also gerade einmal sechs mehr. In Technikwissenschaft hat Riesa mit 46 Schülern sogar mehr als Meißen mit 38.
Besonders erklärungsbedürftig ist, dass die eigene Evaluation des Kultusministeriums die Wirtschaftswissenschaft in Riesa der Gruppe der tragfähigen Standorte zuordnet und die Technikwissenschaft zumindest als bedingt tragfähig bewertet. Zuletzt ist das berufliche Gymnasium sogar wieder gewachsen. Trotzdem sollen beide Angebote vollständig aus Riesa verschwinden. Das ist weder nachvollziehbar noch sinnvoll.
Die AfD-Position ist klar: Wir werden uns im weiteren Verfahren für den Erhalt des beruflichen Gymnasiums am BSZ Riesa einsetzen. Die AfD-Fraktion im Sächsischen Landtag wird das Thema schnellstmöglich in den Ausschuss für Schule und Bildung bringen.
Gute und möglichst ortsnahe Bildungsangebote – auch und gerade im ländlichen Raum – sind für uns von zentraler Bedeutung. Wenn die CDU-geführte Regierung meint, wie in vielen anderen Bereichen, auch hier mit dem Kürzungshammer zuzuschlagen, wird sie abermals die Quittung dafür bekommen – bei der nächsten Wahl.“
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