Islamismus weiter auf dem Vormarsch

Der religiöse Extremismus breitet sich weiter in Sachsen aus: Allein von 2013 an stieg die Zahl der Islamisten in Sachsen von 190 Personen auf 525 im Jahr 2020, davon waren 270 Salafisten.
Im sächsischen Verfassungsschutzbericht 2019 ist noch von einer „abstrakten Gefährdungslage“ die Sprache. Spätestens seit dem Mord des islamistischen Gefährders Abdullah A. H. H. in Dresden am 04.10.2020 wissen wir aber: Die Gefahr hat sich bereits realisiert, abstrakt ist hier nichts mehr! Die vielen Warnungen, insbesondere von Seiten der AfD, wurden leider nicht wirklich ernst genommen.

Die Zahl der sog. Gefährder ist im Bereich Islamismus am höchsten (zweistelliger Bereich) – bei den anderen Extremismusformen „Rechtsextremismus“, „Linksextremismus“ und „Sicherheitsgefährdende und extremistische Bestrebungen von Gruppierungen mit Auslandsbezug“ liegt die Zahl der Gefährder im einstelligen Bereich. Konkrete Zahlen gibt die Staatsregierung leider nicht an*.
Die Staatsregierung unternimmt immer noch zu wenig, um die weitere Ausbreitung des Islamismus zu verhindern. Das wird auch daran offensichtlich, dass bereits schon die Erkenntnislage auf diesem Gebiet äußerst dünn ist. So verfügt die Staatsregierung bspw. über keine neuen Erkenntnisse zu den Umtrieben der Muslimbruderschaft und deren Ablegern in Sachsen*².
Ich bleibe an dem Thema dran – eine so schreckliche Bluttat, wie im Herbst 2020 in Dresden, darf sich nicht wiederholen.
* Antwort der sächsischen Staatsregierung auf meine Kleine Anfrage Drs.-Nr.:7/5187
*² Antwort der sächsischen Staatsregierung auf meine Kleine Anfrage Drs.-Nr.:7/5443