Carsten Hütter zur sächsischen Munitionsaffäre

Berlin, 7. April 2021. Ein Bauernopfer reicht nicht.

Die Munitionsaffäre bei der sächsischen Polizei hat erste personelle Konsequenzen. Das sächsische Innenministerium hat den Präsidenten des Landeskriminalamtes, Petric Kleine, und den für Spezialkräfte zuständigen Abteilungsleiter Sven Mewes mit sofortiger Wirkung von ihren Funktionen entbunden, melden verschiedene Medien.

Dazu Carsten Hütter, Mitglied im Bundesvorstand:

„Kleine muss gehen und dies scheint einmal mehr ein Bauernopfer zu sein, welches von der Ratlosigkeit der CDU geführten Regierung in Sachsen zeugt. Die Freistellung der Personalie Mewes macht da schon eher Sinn und ist durchaus nachvollziehbar.

Bestechlichkeit, Munitionsdiebstahl und Verstöße gegen das Waffengesetz in den Reihen der Polizei und in diesem Ausmaß erfordern aber weitaus mehr Konsequenzen.

Hier muss sich mindestens auch der Innenminister fragen, ob er seinem Amt und seiner Dienstaufsichtspflicht noch umfassend gerecht wird.“