ARD kneift: lieber Fußball-Doku als Merkel-Rücktritt

Berlin bebt nach der Hessenwahl. Wie ein begossener Pudel wirkt die Kanzlerin bei der Pressekonferenz am Montag. Überraschend erklärt sie den Verzicht auf den CDU-Parteivorsitz. Mit dieser raffinierten Volte versucht sie, ihren Sturz als Kanzlerin zu verhinden, was ihr vorläufig auch gelingt.

Obwohl sich also die Ereignisse in Berlin überschlagen, bringt es die ARD nicht übers Herz eine Sondersendung der Talkshow „Anne Will“ auf die Beine zu stellen.

Anne Will hatte dies den ARD-Programmverantwortlichen ausdrücklich angeboten. Diese winkten jedoch ab. Eine Sendung über die Korruption bei der Fifa erschien ihnen wichtiger für die demokratische Grundversorgung der Gebührenzahler.

Die Entscheidung, die Thematik „Merkel-Rücktritt“ nicht weiter zu befeuern und damit auch nicht weiter Merkels Stuhl zu sägen, resultiert sicherlich auch aus einer großen Dankbarkeit der ARD gegenüber der Kanzlerin, deren Politik man in Berichten und Kommentaren über Jahre hinweg wohlwollend begleitet hatte.

Zudem hatte Anne Will die Kanzlerin zweimal exklusiv zu Gast im Studio. Dort erklärte sich Merkel u.a. zur Migrationskrise, um nicht im Parlament, der Volksvertretung, Rede und Antwort stehen zu müssen. Auch in diesen Sendungen präsentierte man sich gegenüber Merkel brav und handzahm, offenbar um sie nicht in Verlegenheit zu bringen.

Insofern liegt die jetzige Entscheidungung, auf Tauchstation zu gehen, absolut auf der ARD-Programmlinie.

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Quelle: AfD Hessen